Leseprobe

Ferdinand Feil

Gitarrenpremiere in der „Elphi“?


Tomatito-Konzert in der Hansestadt

 

Ein in Hamburg selten gesehener Gast war am 28. Mai 2017 in der Hamburger Elbphilharmonie mit seiner Gruppe zugegen, um ein Konzert zu geben. Der Flamencogitarrist Tomatito lässt sich, wie auch Paco de Lucía zu seinen Lebzeiten, alle paar Jahre in Hamburg sehen und hören. Durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Paco und dem Flamencosänger Camarón, der 1992 viel zu früh verstarb, hat er einen sehr eigenen Spielstil kreiert und gilt bei vielen als einer der Nachfolger Paco de Lucías. Tomatitos Talent, das vor allem durch sein pulsierendes und rhythmisch einfallsreiches Spiel heraus sticht, wurde von diesen beiden „Flamencostars“ entdeckt und gefördert.
Inzwischen kann er auf 11 Einspielungen zurückblicken, die unter seinem Namen erschienen sind. Die erste seiner Soloproduktionen entstand im Jahre 1987, also noch zu Zeiten, als er der ständige Begleitgitarrist Camarons war. Neben seinen zahlreichen Aufnahmen, in denen er sich innerhalb des Flamencos bewegt, hat er auch Musik, die außerhalb dessen angesiedelt ist, in sein Repertoire aufgenommen.

In diesem Konzert in der Elbphilharmonie präsentierte er eine bunte Mischung an Stücken, die seinem bisherigen Schaffen entsprungen sind, in der dem Flamenco eigenen Weise, einzelne Themen zu variieren und anders darzubieten. Dazu muss man wissen, dass diese Musik grundsätzlich nicht auskomponiert ist und sich damit für den Spieler die Möglichkeit und Freiheit bietet, in einer Flamencoform die einzelnen kleinen Einfälle, Falsetas genannt, improvisatorisch neu zusammenzusetzen und auch die kleinen Ideen in sich neu zu gestalten, sei es in rhythmischer oder melodischer Hinsicht. Auf diese Weise entsteht immer wieder etwas erfrischend Neues und Überraschendes.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Gitarre aktuell 135-II/17 S. 20-25

 

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