Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Es ist ein Tango-Heft geworden! Zugegebenermaßen zwar noch etwas entfernt von einer Jahrhundert-Monografie, aber alltagstauglich und praxisnah, da auf Grundlage langjährig kursierender Medien und Materialien erstellt.
Der Anlass ist so einfach wie der Geburtstag des argentinischen Komponisten und Bandoneonisten Astor Piazzolla rund, der am 11. März 2021 einhundert Jahre alt geworden wäre. Als progressiver Musiker hat er die traditionelle Musik seiner Heimat reformiert und den Tango auf eine neue Ebene erhoben. Der Tango Nuevo fasziniert Musiker aller Couleur, eine "Weltmusik", die schon seit zig Jahren besonders auch Gitarristen in ihren Bann gezogen hat. Durch zahlreiche Veranstaltungen wurde Piazzolla in diesem Jahr gewürdigt, so wie auch in den zum Studio umfunktionierten Räumen der gitarre-foundation hamburg (gfh), wo u.a. während der Corona-Zeit ein ambitioniertes Projekt produziert werden konnte.
Der Aufruf an Künstler, die bisher Konzerte in der gfh gegeben haben, sich zu ihrer Situation in der Corona-Pandemie zu äußern, hat ein Stimmungsbild mit vielen Facetten und Aktivitäten gezeigt. Der Verlust an kultureller, musikalischer und sozialer Kommunikation kann wohl kaum wett gemacht werden mit Lern- oder Hilfsprogrammen, Brückeninitiativen oder kreativer Alleinsamkeit. Aber es tat sich dennoch einiges!
Bob Dylan wurde 80, Donovan 75 und »Blowin' in the Wind« fast 50 Jahre alt, und all jene, die ihre gitarristischen Wurzeln dort verkabelt spüren, haben vielleicht noch in Erinnerung, dass man Lieder mit drei Akkorden begleiten kann. Aber da war doch noch mehr!?
Wir, die wir alle in irgendeiner Form an dieser Ausgabe gearbeitet haben, freuen uns natürlich wieder auf Konzerte in der gfh. Im Herbst?

Mit den besten Grüßen,
Vorstand und Redaktion
gitarre-foundation hamburg (gfh), Gitarre aktuell

 

 

Astor Piazzolla

Carlos Gardel

 
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